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Wer bleibt wie lange?

Store2be gibt der Live-Kommunikation ein Messinstrument an die Hand

Verkaufsförderung im Rahmen der Live-Kommunikation, etwa auf Messen, Festivals und Flughäfen, an Verkaufs- und Infoständen sowie durch Promotionaktionen, ist ein wesentlicher Bestandteil im Marketing-Mix. Doch bislang hapert es an einer validen Erfolgsmessung. Die Frage, wie häufig Passanten mit einem Werbemittel interagiert haben und wie effektiv die Live-Kommunikation im Vergleich zu anderen Kanälen ist, bleibt häufig unbeantwortet. Zwei neue Key-Performance-Indikatoren (KPIs) sollen hier Abhilfe schaffen.

Entwickelt wurden diese vom 2015 gegründeten Berliner Start-up Store2be mit seinen inzwischen fast 30 Mitarbeitern. „Wenn es um die Messbarkeit geht, hatte der Bereich Live-Marketing großen Nachholbedarf", sagt Julian Fornoff, Marketingchef des Unternehmens. Haupteinnahmequelle von Store2be ist die Vermittlung und Vermietung stationärer wie temporärer Aktions- und Verkaufsflächen. Da dieses Geschäftsmodell für Kunden viel attraktiver erscheint, wenn man gleichzeitig zur Erfolgsmessung beitragen kann, hat das Start-up ein dafür geeignetes Tool entwickelt.

Zwei KPIs für eindeutige Aussagen

Den ersten KPI hat Store2be in Zusammenarbeit mit der Software-Schmiede Fuse „TIM“ getauft. Die Abkürzung steht für „Total Interaction Minutes“ und gibt Auskunft darüber, wie lange eine Person mit einem Werbemittel interagiert hat. Der Wert basiert allerdings nicht nur auf der Reichweite, sondern auch auf der Qualität der Interaktion. Konkret berechnet er sich durch Reichweite mal Conversion-Rate mal Interaktionsdauer.

Nur als Beispiel: Erreicht ein Unternehmen mit einem Event 10.000 Menschen, von denen sich zehn Prozent zwei Minuten lang am Point of Sale aufhalten, ergibt sich ein TIM von 2.000 (10.000 x 10 % x 2 Minuten). Mit einem Video bei YouTube oder Facebook, das 100.000 Menschen erreicht, von denen sich ebenfalls zehn Prozent das Video sechs Sekunden lang anschauen, ergibt sich ein TIM von lediglich 1.000 (100.000 x 10 % x 0,1 Minuten). „Jetzt sind wir erstmals in der Lage, Live-Marketing-Maßnahmen konkret zu messen und miteinander zu vergleichen", sagt Fornoff.

Mit einem zweiten KPI setzen Store2be und Fuse den TIM ins Verhältnis zu den Marketingkosten. Der sogenannte TIM/e (TIM effectivness) soll den werbenden Unternehmen deutlich machen, wie viele Minuten sie für jeden ausgegebenen Euro mit einem Kunden interagieren können. Kostet ein Event beispielsweise 15.000 Euro und der TIM beträgt 2.000, ergibt sich ein TIM/e von 0,13 (2.000 geteilt durch 15.000). Im Klartext: Für jeden ausgegebenen Euro bekommt der Werbende acht Aktionssekunden mit einer Person.

„Mit dem Feedback, das wir bislang aus dem Markt bekommen haben, sind wir sehr zufrieden“, betont Fornoff, der die beiden neuen KPIs im engeren Kundenkreis bereits seit geraumer Zeit aktiv anwendet. Bei Store2be hofft man darauf, dass vor allem der TIM/e als eine Art Pendant zum TKP wahrgenommen wird, wenn er sich erstmal im Eventmarkt etabliert hat.

Messbarkeit wird machbar

Sollte das Start-up mit seinem Vorstoß auf dasselbe Interesse im Markt stoßen wie das Geschäftsmodell an sich, sollte einem Erfolg nicht viel im Weg stehen. Doch wie erfolgen die Messungen überhaupt? Hierzu erhalten Kunden des Unternehmens, also die Veranstalter, eine sogenannte Event-Analytics-Box, eine Hardware, die schnell konfiguriert und mit der entsprechenden Software ausgelesen werden kann.

Ein Kontakt wird ermittelt, wenn sich eine Person in unmittelbarer Nähe einer Aktion aufhält. Der Kontaktbereich wird dabei individuell auf das Standsystem oder Event-Layout kalibriert und reicht von drei bis 15 Metern. Es wird unterschieden zwischen Passanten und Besuchern, wobei die jeweilige Interaktionsdauer genau festgehalten wird. Über die genaue Funktionsweise der Box, die dem Internet der Dinge zugeordnet werden kann, gibt Store2be leider keine Auskunft.


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Bildquelle: www.store2be.de

Autor: Frank Brehm

Veröffentlicht am: 31.10.2019


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Grveux,
Xomjqg
02. Dezember, 19:19 Uhr

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