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Meinung, Themensammlung - Employer Branding

Pinball Wizard

(Episode 10 - eine Leseprobe aus „Job-Wechsel und andere Abenteuer“

Inspiriert vom Titel-Song von THE WHO aus der ersten Rock-Oper der Musikgeschichte.

Tom ist ein ganz normaler Jugendlicher von 17 Jahren, dem man sein Handicap nicht ansieht – er hat eine Lese-/Rechtschreibstörung. Bei schriftlichen Prüfungen verkrampft er so sehr, dass er keinen Schulabschluss geschafft hat. Trotzdem wünscht er sich sehnlichst, ins Berufsleben zu starten und auf eigenen Beinen zu stehen.

Seine ganze Hoffnung ruht auf seinem handwerklichen Geschick. Ob Lego Technic, Super-Puzzles oder der Bau von Möbeln, er beweist ein erstaunliches räumliches Vorstellungsvermögen. Seine Mutter spricht gern von seiner besonderen Intuition, ganz wie der Pinball Wizard aus der Rock-Oper „Tommy“.

How do you think he does it? (I don't know) What makes him so good?

Tom bewirbt sich bei Schreinereien, Tischlereien, bei Messebau-Firmen. Es hagelt nur Absagen, Tommy verzweifelt immer mehr, weil ihm niemand eine Chance geben will. In dieser Situation gehen seine Eltern mit ihm zur Handwerkskammer Freiburg, weil sie von einem Förderprogramm gehört haben. Es gelingt Hartmut, dem Ausbildungsbotschafter, einen ausbildungswilligen Messebaubetrieb für Tom zu finden.

Messebau Schöpflin aus Endingen am Kaiserstuhl bzw. sein Inhaber Jörg, kennt Legasthenie aus dem Bekanntenkreis und will es mit Tom versuchen. Er besteht alle praktischen Prüfungen und versemmelt regelmäßig alle schriftlichen Tests, fällt durch die Zwischenprüfung und die Wiederholung. Sein Ausbilder ist allerdings voll des Lobes über das handwerkliche Können von Tom.

Nachdem nun schmerzlich klar ist, dass Tom keinen Berufsabschluss erreichen wird, findet eine Besprechung mit Tom, seinen Eltern, dem Leiter der Werkstatt und Chef Jörg statt. Es geht um Tom’s Zukunft, welche Optionen gibt es? Tom möchte bleiben, egal zu welchen Bedingungen. Sein Meister möchte ihn behalten „Tom ist für mich unverzichtbar, alle mögen ihn.“ Jörg denkt einen Moment nach. „Also gut, wir stellen Dich ein, Tom, und zwar zum regulären Gesellengehalt.“ Tom bekommt Gänsehaut …

Was lernen wir daraus? Dieses Beispiel soll deutlich machen, dass die Papierform nicht alles ist. Z.B. ist Berufserfahrung relevanter als der in der Ausschreibung gewünschte akademische Abschluss. Die Aussagekraft von Abiturnoten sinkt seit Jahren. Private Hochschulen betrachten ihre Studenten als Kunden (… bei uns fällt niemand durch) mit allen daraus folgenden negativen Konsequenzen.


Karriereberatung by Storytelling

lautet die Idee hinter dem Buch über die Anlässe, das Scheitern oder Gelingen eines Job-Wechsels. Geschrieben von einem Insider, mit einem Vorwort von Jochen Mai, Mastermind von karrierebibel.de.

Der Stil: amüsant, authentisch, abwechslungsreich - Mut und Wut, Frust und Freude. Mal mehr, mal weniger Drama. Die Protagonisten sind weiblich oder männlich, jung oder alt, Chef oder Mitarbeiter, Berufserfahrene, Auszubildende, Seitenwechsler, Freelancer, Aussteiger. Die Reise führt durch fast alle Marktsegmente der Veranstaltungswirtschaft: von Agentur bis Zeltbau, in die Hotellerie, zum Messebau und zu den Locations.

I can’t get no satisfaction – damit beginnt fast jeder Job-Wechsel. Mit den eingestreuten Zitaten aus Rock-Songs weht ein Hauch von Pop-Kultur durch das Buch. Eine Playlist mit den zitierten Liedern findet man bei spotify. Die Episoden drehen sich um die typischen Probleme im Berufsleben: JobVerlust, Intrigen, ungerechte Bezahlung, Burnout, Abwerbung, Mobbing, Suchtprobleme, Bewerbungsangst, Liebe im Büro, fehlende Wertschätzung und den häufigsten Wechselgrund weltweit: ein hunds-miserabler Chef.

Von jedem verkauften Exemplar geht EUR 1,00 an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

152 Seiten; 30 farbige Abb.; EUR 15,95; Verlag Books on Demand, Hamburg 2026 Entweder hier bestellen oder überall dort, wo Bücher erhältlich sind.


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Bildquelle: DALL-E3/Wolf Rübner (KI-generiertes Bild)

Autor: Gastautor: Wolf Rübner

Veröffentlicht am: 18.08.2026


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