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Innovation entsteht an den Rändern des Wissens!

mice.lab – Kongressforschung am Bodensee

„Menschen mit verschiedenen Hintergründen arbeiten an einem Mehrwert. Genial! Vor drei Jahren haben wir mit der Kooperation BodenseeMeeting noch darüber diskutiert, mit welcher Badetasche wir bei einer Messe auftreten sollen. Heute stehen wir im Dialog mit spannenden Menschen. Das mice.lab hat unsere Haltung zur Zukunft der Branche komplett verändert“, so beschreibt Urs Treuthardt, Geschäftsführer der Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH, seinen Weg vom MICE-Veranstalter zum MICE-Forscher.

Als Initiative der 13 BodenseeMeeting-Partner der 4-Länderregion versammelt das mice.lab seit 2013 jährlich herausragende Köpfe, die sich mit der Idee erfolgreicher Meetings auseinandersetzen. Dieses Forum ist das erste interdisziplinäre Kongressforschungsprojekt im deutschsprachigen Raum. Von der Theaterdramaturgin zum Soziologen, vom Schwertmeister zur Architektin, von der Social-Media-Expertin bis zum Komplexitätsforscher – in dieser Konstellation begegnete 2013 eine einzigartige Mischung aus Kompetenzen, Zugängen und Erfahrungen dem Thema „Kongress der Zukunft“. Innovation entsteht an den Rändern des Wissens, dort, wo Disziplinen aufeinandertreffen. Dabei ist das mice.lab nicht an Bedienungsanleitungen für das Eventmanagement interessiert, sondern an einem vertieften Verständnis:

  • Wie sollen Kongresse zukünftig gestaltet sein, damit dort wirksam gelernt, begegnet, vernetzt, erlebt, entwickelt,… werden kann?
  • Was sind Werte, Haltungen und Anforderungen an erkenntnis- und berührungsreiche Tagungen?
  • Welches sind die Dramaturgien, Methoden und Formate des Kongresses der Zukunft?

Nullsummenquaselei versus Innovation

Als Vermarktungs- und Interessengemeinschaft kümmert sich das Netzwerk BodenseeMeeting seit 20 Jahren um die Weiterentwicklung der Bodenseeregion als Tagungs- und Kongresslandschaft. Die Partner, vom Incentive-Anbieter über Schloss- und Inseleigentümer bis zu Hallen- und Kongresshausbetreiber sowie Convention Bureaus stießen bei ihrer Arbeit immer wieder auf die Frage, welche Weiterentwicklungen unsere Branche nachhaltig prägen werden, denn:

„Viele Teilnehmer sind frustriert von Frontalunterricht, Nullsummenquaselei und Einpauken mit Powerpoint, von Reihenbestuhlung und Keynote-Kauderwelsch. Denn Kongresse sind Mikrokosmen, die unsere Gesellschaft spiegeln. Die Generation Facebook dürstet es nach Teilhabe, Einmischung, nach innovativen Stil- und Spielformen. Die Wissensgesellschaft braucht Orte für kreatives Lernen. Schließlich verlangt eine globalisierte Wirtschaft nach Vernetzung vielfältiger Perspektiven und unterschiedlicher Kulturen." So erklärt mice.lab-Moderator und Kongressforscher Michael Gleich den Impuls der Initiatoren. „Wir brauchten dringend eine neue Auseinandersetzung zu zeitgemäßen Lernumgebungen für Erwachsene. Für eine neue Kultur des Lernens, Begegnens und Vernetzens. Wir brauchten Forschung und Entwicklung zum 'Kongress der Zukunft'! – so entstand das mice.lab.“

Kongressforschung am Bodensee

Was bisher aus dem mice.lab entstand

Die Thesen aus Lab 2013 und 2014 sind vielfältig. Sie sind überraschend oder erwartet, ausführlich oder prägnant, ganz unterschiedlich, so wie auch die Teilnehmer. Sie vermitteln ein Mosaik einer zukunftsweisenden Art der Wissensfindung und -vermittlung. Ein paar haben wir hier exemplarisch gesammelt – tolle Eindrücke vermittelt auch das Lab.tv

„Der Kongress der Zukunft forciert Argumente statt Agenden.“ Philip Ickrath, Jugendkulturforscher (Lab 2014)

„Der Kongress der Zukunft ist ein temporäres, kollektives Forschungslabor. Er ist kein Ort des Konsums bestehender Erkenntnisse.“ Hans-Joachim Gögl, Projektleiter mice.lab (Lab 2013)

„Formate der Kommunikation müssen flexibel sein -- sollen aber bitte keinem Kreativzwang unterliegen. Es ist manchmal durchaus erfrischend, einer klugen Vortragenden auch eine Stunde lang zuzuhören.“ Veronika Kaup-Hasler, Dramaturgin (Lab 2013)

„Jedes Was wird aus tausend Wie gewonnen.“ Tina Gadow, Moderatorin und Veranstaltungsdramaturgin (Lab 2013)

„Kongresse sollten Raum für Prozess bieten. Es sollte nicht alles vorbestimmt sein, sondern dem was entsteht sollte Raum gegeben werden.“ Andrea Hoffmann, Architektin (Lab 2014)

„Wer Kongresse für Menschen gestalten möchte, sollte es (auch) mit ihnen tun. Auf Augenhöhe, mit spielerischem Ehrgeiz und ernsthafter Neugier.“ Andrea Thilo, Kulturvermittlerin und Moderatorin (Lab 2014)

Offen für alles – für alle

All diese Thesen und vieles mehr findet man auf der Internetseite des mice.lab, alle Ergebnisse und Ideen werden vorgestellt und geteilt. Die Haltung ist konsequent „open source“, denn Wissen gehört zu den Ressourcen, die mehr werden wenn man sie teilt. Deswegen wünscht man beim Netzwerk BodenseeMeeting ausdrücklich, dass alle aus der Branche die gewonnenen Erkenntnisse möglichst intensiv reflektieren, diskutieren, weiterverteilen, in die Tat umzusetzen. Das ist auch das Ziel beim mice.lab 2015. Die Initiatoren wollen die Ergebnisse der vorangegangenen Labs zum Anlass nehmen, einen Schritt weiter zu gehen. Es geht nicht mehr um die Frage, wie der Kongress der Zukunft aussehen könnte. Dass ein neues Paradigma für die Kongresskultur allseits gewünscht wird, darüber besteht Einigkeit. Was es aber in der gesamten MICE-Industrie noch nicht gibt, sagen die Netzwerker, ist ein Ort, wo das offene Forschen und der Austausch darüber Platz hätte. Wo sich Mitarbeiter der Branche informieren und weiter qualifizieren können. Das Gebilde, das diesen Bedürfnissen entsprechen soll, ist der konzeptionelle Fluchtpunkt, das kollektive Ziel des mice.lab 2015.

Das große DINGSDA

Um diesem Ziel einen Namen zu geben, der ganz viel offen lässt, nennt man das Gebilde, das diesen Bedürfnissen entsprechen könnte vorerst: das große DINGSDA. Das große DINGSDA soll im Laufe dieses und des kommenden Jahres auf den Weg gebracht werden. Man sucht noch kluge Geister, die dabei begleiten, unterstützen, inspirieren und sich ggf. sogar aktiv einbringen – mehr dazu hier. Wir vom MICE Club sind jedenfalls dabei – und Sie?


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Bildquelle: BodenseeMeeting

Autor: Andrea Goffart

Veröffentlicht am: 25.05.2015


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MICE Club Admin
MICE Club Admin
06. März, 17:14 Uhr

Hallo Herr Traeger,

ja, klar. Das micelab ist sehr aktiv. Gerade im Moment findet ein weiteres Lernmodul - das micelab:experts in Radolfzell - statt. Wir haben in den vergangenen Monaten auch mehrere Magazinartikel zu den Aktivitäten des micelab bei uns veröffentlicht. Diese finden Sie überwiegend unter der Filtereinstellung "Themensammlung Meetingarchitektur" oder unter dem Link: http://www.mice-club.com/magazin?category=themensammlung&subcategory=meetingarchitektur

Herzliche Grüße Dominik Deubner

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Udo Traeger,
Exhibition Doctors
06. März, 12:00 Uhr

Hallo,

gibt es mice:lab noch, da nach 2014 keine news mehr zu finden sind.

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