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Best Practice - Kundenevent, Themensammlung - Inszenierung/Konzeption

Die 7 Gebote der Inszenierung

Wie gelingt es, Events als Momente zu inszenieren, in denen Botschaften nachhaltig kommuniziert werden? Als freier Eventregisseur, Konzeptioner und Show-Producer bin ich stets auf der Suche nach Prinzipien. Dieses Wissen für die Branche auf den Punkt zu bringen − das ist mein Anliegen der folgenden siebenteiligen Serie.

MICE Club-Reihe "Die 7 Gebote der Inszenierung" für MICE- und Eventplaner – Das 1. Gebot

Chris Cuhls schreibt für den MICE Club:

1. Gebot:

Du musst wissen, was der Kunde will

(auch wenn er es nicht weiß)

Ich bin offen gestanden immer wieder überrascht, wie wenig Marketingverantwortliche auf Kundenseite ihre Ziele definieren. Wie Matthias Kindler von der MasterClass Event so schön gesagt hat: „Ein Firmenjubiläum zu feiern, ist kein Ziel.“ Die SMART-Regel liefert beispielsweise gute Vorgaben, wie Ziele zu gestalten sind. Bezogen auf die Eventszene sollten vier Dinge erreicht werden: Information vermitteln, Emotion wecken, Motivation steigern, Aktivierung fördern. Damit werden die Ziele auch im Nachhinein messbar und dienen als Benchmark für jede Folgeveranstaltung.

Finde heraus, was der Kunde wirklich will

Zu Beginn der Konzeptionsphase muss nicht nur das WAS und WIE geklärt werden, sondern vor allem das WARUM. Wenn du das WARUM kennst, hast du den Kern erfasst. Kläre daher im Kundengespräch genau, welcher Inhalt und welches Ziel im Zentrum des Events stehen. Lass nicht locker, bevor ihr gemeinsam das Leitmotiv der Veranstaltung herauskristallisiert habt. Frag solange nach, bis du genau weißt, was der Kunde wirklich will. Daraus können dann die konkreten Kernbotschaften formuliert werden. Es muss dabei zum Beispiel klar getrennt werden zwischen einer Dachmarke und dem Produkt, was neu vorgestellt werden soll. Je genauer dies beantwortet wird, desto treffsicherer wirken die Botschaften. Zur Vertiefung empfehle ich diesen Blogbeitrag: Kläre dein WARUM!

Habe eine Big Idea − George Lois

Wenn du also herausgefunden hast, was der Kunde in seinem Briefing gemeint − aber vielleicht nicht verbalisiert hat − kannst du damit beginnen, die Grundlage für die Inszenierung zu legen. Im nächsten Schritt kann mit diesen Informationen die Kreationsphase beginnen. Die US Werbeikone George Lois hat den Anspruch dazu in vier Worten zusammengefasst: „Have a BIG IDEA!“

Bildquelle: André Wirsig

Wodurch zeichnet sich jedoch eine gute Idee aus? Gute Ideen sind schnell verständlich, lassen sich als Motiv wie ein roter Faden durch eine Veranstaltung durchziehen und lösen idealerweise einen Impuls aus − den sogenannten call to action. Denn nur mit einer aktivierenden Handlung haben wir Menschen wirklich nachhaltig bewegt.

In dem Pitch-Prozess der Big Idea empfinde ich es als richtig und wichtig, kreativ auf sich aufmerksam zu machen. Sei frech, anders, provokant, clever, verlasse das enge Korsett, erweitere deine Grenzen! Warum muss die Präsentation deines Konzepts den Regeln oder Gewohnheiten des Auftraggebers entsprechen? Also raus aus dem Kundenbüro und rein in die Welt, die das Gefühl meiner Idee am besten verkörpert und schon ein wenig erlebbar macht!

Fazit: Wenn du weißt, was der Kunde will und die Big Idea hast, kannst du Inszenierung bewusst einsetzen, um die definierten Ziele zu erreichen!

Ich freue mich auf Feedback – gerne auch über meinen Facebook-Kanal!


Bildquelle: André Wirsig Gastautor Chris Cuhls ist als diplomierter Medienmanager in Köln ansässig. Als Eventregisseur, Konzeptioner und Show-Producer ist er mit der Live-Kommunikation namhafter Konzerne betraut. Auf seinem Blog schreibt er zu Themen der Dramaturgie, Inszenierung und Konzeption.


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Autor: Chris Cuhls

Veröffentlicht am: 11.04.2014


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